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Term Sheet prüfen lassen: Bewertung, Kontrolle und Exit vor der Finanzierungsrunde verhandeln

Die zentrale Decision-Seite für Gründer und Investoren, die unmittelbar vor Unterzeichnung eines Term Sheets stehen - mit Binding-/Non-Binding-Matrix, wirtschaftlichen Kernpunkten, Priorisierung, Term-Sheet-to-Document-Matrix und Gründer- vs. Investorenperspektive.

Aktualisiert am 25. August 2026

Ein Term Sheet ist regelmäßig noch nicht der vollständige Beteiligungsvertrag, legt aber die wirtschaftlichen und governance-seitigen Leitplanken der Finanzierungsrunde fest. Bewertung, Optionspool, Liquidationspräferenz, Vesting, Investorenrechte und Exit-Mechanismen sollten deshalb vor Unterzeichnung in ihrer Gesamtwirkung verstanden werden.

Welche Teile eines Term Sheets sind verbindlich?

Term Sheets mischen verbindliche und unverbindliche Regelungen. Welche Klauseln binden, lässt sich nicht pauschal beantworten - es kommt auf den konkreten Wortlaut, Vorbehalte, das anwendbare Recht und den Gesamtkontext an. Die folgende Matrix zeigt die typische Tendenz und was jeweils zu prüfen ist.

Regelung Typischer Regelungszweck Regelmäßig binding oder non-binding? Was muss der konkrete Wortlaut prüfen?
Investmentabsicht Grundabsicht der Parteien, eine Finanzierungsrunde durchzuführen häufig non-binding Ob ausdrückliche Bindung erklärt ist (shall vs. intends), ob Vorbehalte und Bedingungen formuliert sind
Bewertung Pre-Money-Bewertung und Anteilspreis als Verhandlungsbasis bei Closing wirtschaftlich oft bindend Ob als vereinbart formuliert oder nur als Verhandlungsgrundlage; Bezugsgröße (pre-money fully diluted)
Investmentbetrag Höhe der Investition und Beteiligungsquote mit Vorbehalten teils bindend Finanzierungs- und DD-Vorbehalte, Closing-Bedingungen, pro-rata-Optionen
Exklusivität Verhandlungsexklusivität für eine begrenzte Laufzeit regelmäßig bindend Dauer, Enddatum, sachlicher Umfang, Sanktionen bei Verstoß
Vertraulichkeit Vertraulichkeit der Verhandlungen und Unterlagen regelmäßig bindend Dauer über Ende der Verhandlungen hinaus, Ausnahmen, Sanktionen
Kosten Kostentragung der Transaktion häufig bindend Begrenzung, Verteilung zwischen den Parteien, Behandlung bei Abbruch
Governing Law Anzuwendendes Rechtsgebiet regelmäßig bindend Übereinstimmung mit späteren Verträgen, insbesondere Beteiligungsvertrag
Gerichtsstand Örtliche Zuständigkeit für Streitigkeiten regelmäßig bindend Übereinstimmung mit späteren Verträgen, etwaige Schiedsklausel
Due-Diligence-Vorbehalt Abschlussvorbehalt je nach Ergebnis der DD regelmäßig bindend als Vorbehalt Prüfparameter, Fristen, Rechtsfolgen bei Negativergebnis
Finanzierungsvorbehalt Abschlussvorbehalt je nach eigener Finanzierung (Investorenseite) regelmäßig bindend als Vorbehalt Parameter, Mitteilungspflichten, Fristen, Rücktrittsfolgen
Break-up / Abbruch Folgen beim Abbruch der Verhandlungen falls enthalten regelmäßig bindend Auslöser, Begrenzung, Kostenerstattung, Schadensersatz
Ablaufdatum des Term Sheets Befristung der Geltung des Term Sheets regelmäßig bindend Datum, Rechtsfolge bei Ablauf, Verlängerungsoptionen, Fortgeltung einzelner Klauseln

Hinweis: Die Tendenzangaben ersetzen keine Prüfung des konkreten Wortlauts. Ob eine Klausel verbindlich ist, hängt jeweils von Formulierung, Vorbehalten, anwendbarem Recht und Gesamtkontext ab.

Welche Punkte entscheiden wirtschaftlich wirklich über den Deal?

Sechs Blöcke prägen die wirtschaftliche Wirkung einer Finanzierungsrunde. Jeder Block hat eine eigene wirtschaftliche Wirkung, eine typische Verhandlungsfrage und eine Spezialseite mit der vertieften Einordnung.

A

Bewertung und Anteilspreis

Wirtschaftliche Wirkung: Der Anteilspreis bestimmt, wie viele neue Anteile der Investor für seinen Betrag erhält und wie stark die Altgesellschafter verwässert werden. Die Bezugsgröße (pre-money fully diluted) entscheidet über die tatsächliche Verwässerung.

Typische Verhandlungsfrage: Auf welcher Bezugsgröße beruht die Bewertung - current oder fully diluted, vor oder nach Pool-Top-up und Wandlung?

Spezialartikel: Cap Table und Verwässerung berechnen
B

Optionspool und Fully Diluted Cap Table

Wirtschaftliche Wirkung: Größe und Zuordnung des Optionspools (Pre- oder Post-Money) verändern die Gründerverwässerung erheblich. Eine Pool-Top-up-Pflicht kann künftige Runden zusätzlich belasten.

Typische Verhandlungsfrage: Wer trägt den neuen Pool, und gibt es eine Aufstockungspflicht bei künftigen Runden?

Spezialartikel: Cap Table und Optionspool
C

Liquidationspräferenz

Wirtschaftliche Wirkung: Multiple und Struktur (Participating vs. Non-Participating, mit oder ohne Cap) entscheiden über die Erlösverteilung im Exit und verschieben den Break-even-Point für Gründer.

Typische Verhandlungsfrage: Participating oder Non-Participating, welches Multiple, und gibt es einen Cap?

Spezialartikel: Liquidationspräferenz mit Cap-Table-Beispielen
D

Anti-Dilution

Wirtschaftliche Wirkung: Full Ratchet belastet Gründer im Down-Round am stärksten, Broad-Based Weighted Average ist marktüblicher und fairer. Carve-outs und Pay-to-play-Regeln verändern die Wirkung.

Typische Verhandlungsfrage: Welche Berechnungsmethode gilt, und welche Ausnahmen sind vorgesehen?

Spezialartikel: Anti-Dilution und Verwässerungsschutz
E

Founder Vesting / Leaver

Wirtschaftliche Wirkung: Vesting, Cliff, Credit für Vorleistung, Leaver-Definition und Rückerwerbspreis bestimmen, was beim Ausscheiden eines Gründers mit seinen Anteilen passiert.

Typische Verhandlungsfrage: Ab welchem Zeitpunkt vestet, welchen Credit gibt es, und wie sind Good/Bad Leaver definiert?

Spezialartikel: Founder Vesting und Leaver-Regelungen
F

Governance und Exit

Wirtschaftliche Wirkung: Reserved Matters, Board-Rechte, Informationsrechte, Drag und Tag steuern Kontrolle und Handlungsfähigkeit - bis zum Exit.

Typische Verhandlungsfrage: Welche Maßnahmen unterliegen dem Veto, wer sitzt im Board, und wie weit greifen Drag und Tag?

Spezialartikel: Gesellschaftervereinbarung und Investor Rights

Nicht jede Term-Sheet-Klausel ist gleich wichtig

Vor der Unterzeichnung sollten Verhandlungsenergie nach wirtschaftlicher Bedeutung gewichtet werden. Drei Prioritätsstufen helfen, Wichtiges von Verhandelbarem zu trennen.

Priorität A - wirtschaftliche Kernthemen

  • Bewertung
  • Investmentbetrag
  • Cap Table
  • Optionspool
  • Liquidationspräferenz
  • Wandlungsinstrumente
  • Anti-Dilution

Priorität B - Kontrolle und Founder-Bindung

  • Reserved Matters
  • Board-/Beiratsrechte
  • Informationsrechte
  • Founder Vesting
  • Leaver
  • Founder Commitments

Priorität C - Exit und Prozess

  • Drag
  • Tag
  • Transfer Restrictions
  • Exklusivität
  • Kosten
  • Due Diligence
  • Closing Conditions

Warum die Pre-Money-Bewertung allein wenig sagt

Die Pre-Money-Bewertung ist nur eine Zahl. Erst in ihrem Zusammenspiel mit bestehenden Anteilen, Optionspool, Pool-Top-up, SAFE, Wandeldarlehen und der Fully-Diluted-Sicht ergibt sich die tatsächliche Verwässerung der Gründer. Diese Begriffe müssen gemeinsam betrachtet werden:

  • Pre-Money: Bewertung vor dem neuen Investment
  • Investment: Neuer Investmentbetrag in der Runde
  • Bestehende Anteile: Aktuell gehaltene Stamm- und Vorzugsanteile
  • Optionspool: Für Mitarbeiterbeteiligung vorgesehener Anteilespool
  • Pool-Top-up: Aufstockung des Pools im Rahmen der Runde
  • SAFE: Simple Agreement for Future Equity - wandelt bei Trigger in Anteile
  • Wandeldarlehen: Verzinsliches Darlehen mit Wandlungsrecht bei Folgefinanzierung
  • Fully Diluted: Cap Table unter Annahme vollständiger Ausübung aller Instrumente
  • Post-Money: Bewertung nach Zufluss des neuen Investmentbetrags
Cap Table und Verwässerung berechnen

Liquidationspräferenz: kurz eingeordnet

Die Liquidationspräferenz regelt, welcher Betrag einem Investor bei einem Liquidationsereignis vor den übrigen Gesellschaftern zusteht. Struktur (Participating vs. Non-Participating), Multiple und Cap entscheiden über die Erlösverteilung im Exit. Die vollständige Einordnung mit Cap-Table-Beispielen und Verhandlungstipps findet sich in der Spezialseite.

Spezialartikel: Liquidationspräferenz mit Cap-Table-Beispielen

Founder Vesting und Leaver

Vierjährige Vesting-Zeiträume mit zwölfmonatigem Cliff sind in VC-Transaktionen häufig anzutreffen, müssen aber auf Gründungszeitpunkt, bereits geleistete Founder-Zeit, Finanzierungsphase und konkrete Verhandlungssituation abgestimmt werden. Eine pauschale Übernahme ohne Abgleich mit der individuellen Situation ist nicht empfehlenswert.

Wichtig ist die saubere Unterscheidung mehrerer Ebenen: Das rechtliche Anteilseigentum der Gründer ist rechtlich zunächst zu trennen von der Frage, welche Anteile bereits vested und welche unvested sind. Daneben regeln Rückerwerbsrecht, Leaver-Status (Good oder Bad Leaver) und Rückerwerbspreis, was beim Ausscheiden eines Gründers mit seinen Anteilen passiert. Diese Ebenen müssen einzeln und in ihrem Zusammenspiel geprüft werden.

Spezialartikel: Founder Vesting und Leaver-Regelungen

Wie viel Kontrolle erhält der Investor?

Governance-Regelungen verteilen Kontrolle über das Unternehmen. Sie reichen von einzelnen Zustimmungsvorbehalten bis zu umfassenden Veto-Katalogen, Board-Rechten und Informationspflichten. Die folgende Übersicht nennt die typischen Regelungsgegenstände; die vollständige Einordnung der SHA-Details findet sich in der Spezialseite.

  • Reserved Matters und Zustimmungsvorbehalte
  • Einfache Zustimmungsvorbehalte vs. Investor Consent
  • Board Seat und Observer-Rechte
  • Informations- und Reportingrechte
  • Budget und Geschäftsführerbestellung
  • Kapitalmaßnahmen und neue Finanzierungen
  • Exit, M&A und IP-Verfügungen
Spezialartikel: Gesellschaftervereinbarung und Investor Rights

Wo landet die Regelung später?

Viele Term-Sheet-Regelungen finden sich später in unterschiedlichen Dokumenten wieder - im Beteiligungsvertrag, in der Gesellschaftervereinbarung, in der Satzung oder in Side Letters. Wer diese Verteilung früh versteht, verhandelt an der richtigen Stelle und vermeidet Widersprüche.

Term-Sheet-Thema Beteiligungsvertrag Gesellschaftervereinbarung Satzung Side Letter / sonstige Dokumente
Investmentbetrag ja ja (Kapitalerhöhung)
Bewertung ja teils
Kapitalerhöhung ja ja
Garantien ja teils teils
Closing Conditions ja teils
Liquidationspräferenz ja ja ja (Vorzugsrechte) teils
Anti-Dilution teils ja teils teils
Vesting teils ja teils
Informationsrechte teils ja teils teils
Reserved Matters teils ja teils teils
Board teils ja teils teils
Drag teils ja teils
Tag teils ja
Optionspool ja teils ja
Founder Commitments teils ja ja
Kosten ja

ja = Regelungsgegenstand regelmäßig in diesem Dokument · teils = abhängig von Struktur und Aufteilung · – = in der Regel nicht.

Welche Term-Sheet-Punkte sollten vor Unterzeichnung wirklich verhandelt werden?

Die folgende Decision Matrix zeigt für jeden zentralen Term die wirtschaftliche Wirkung, das jeweilige Founder- und Investor-Risiko, ob er noch im Term Sheet gelöst werden sollte und in welchem späteren Dokument er landet.

Term wirtschaftliche Wirkung Founder-Risiko Investor-Risiko im Term Sheet lösen? späteres Dokument
Pre-Money Valuation Basis für Anteilspreis und Verwässerung zu niedrig = starke Verwässerung zu hoch = weniger Anteile ja Beteiligungsvertrag
Fully Diluted Definition Bezugsgröße incl. Pool, SAFE, Wandlung enge Definition = mehr Verwässerung weite Definition = echte Quote ja Beteiligungsvertrag
Optionspool Größe und Pre/Post-Money-Zuordnung Pre-Money-Pool = Gründer tragen Post-Money schützt Quote ja SHA / Satzung
Liquidation Preference Vorab-Auszahlung im Exit hohes Multiple verschiebt Break-even Absicherung bei niedrigem Exit ja Beteiligungsvertrag
Participation Zusätzlicher Anteil nach Vorzug Participating doppelt vollständige Partizipation ja Beteiligungsvertrag
Anti-Dilution Verwässerungsschutz bei Down-Round Full Ratchet belastet stark Schutz vor Verwässerung ja Beteiligungsvertrag
Pay-to-Play Anti-Dilution nur bei Mitfinanzierung schützt vor passiven Investoren erzwingt Partizipation teilweise Beteiligungsvertrag
Founder Vesting Bindung der Anteile an Zeit/Leistung zu lang, kein Credit Retention der Gründer ja SHA / Beteiligungsvertrag
Leaver Rückerwerb bei Ausscheiden weite Bad-Leaver-Definition klare Trigger ja SHA / Dienstvertrag
Drag Minderheit kann Mehrheit zu Exit zwingen zu niedrige Schwelle Exit-Sicherheit ja SHA
Tag Minderheit darf bei Exit mitverkaufen Mitverkaufsrecht kein Veto, aber Mitverkauf ja SHA
Reserved Matters Zustimmungsvorbehalte des Investors zu weit, Tagesgeschäft Kontrolle wesentlicher Maßnahmen ja SHA
Board / Beirat Zusammensetzung und Stimmrechte Verlust der Mehrheit Board-Sitz/Observer ja SHA / Satzung
Information Rights Reporting- und Prüfungsrechte zu viel Reporting-Belastung Transparenz ja SHA
Pro-Rata Mitfinanzierungsrecht in Folgerunden Übernahme durch Lead Anteilssicherung ja SHA / Side Letter
ESOP/VSOP Mitarbeiterbeteiligung und Pool-Größe Pool-Top-up-Last bei Gründern Retention-Instrument ja SHA / VSOP-Vereinbarung
Exclusivity Exklusivität der Verhandlung zu lange Bindung Verhandlungssicherheit ja Term Sheet
Costs Kostentragung DD/Notar unbegrenzte Übernahme volle Kostenerstattung ja Term Sheet / Beteiligungsvertrag
Closing Conditions Vollzugsbedingungen zu viele offene Conditions DD, Freigaben, Freistellungen ja Beteiligungsvertrag

Wann reicht ein Term-Sheet-Review – und wann braucht die Runde vollständige Begleitung?

Drei Scopes helfen, den richtigen Beratungsumfang zu wählen – je nachdem, welches Stadium der Finanzierungsrunde Sie erreicht haben.

A

Term Sheet Review

ab 2.900 EUR

Geeignet: Draft liegt vor, definitive Dokumente noch nicht in Verhandlung.

B

Beteiligungsvertrags-Review

ab 4.900 EUR

Geeignet: Investment Agreement/SHA liegen bereits vor.

C

vollständige Finanzierungsrunde

ab 9.900 EUR Projektpreis

Geeignet: institutioneller Lead, DD, mehrere Dokumente, Notar, Closing.

Term Sheet → Beteiligungsvertrag → SHA → Closing

Jeder Term-Sheet-Punkt wird später einem konkreten Dokument zugeordnet. Wer diese Verteilung früh versteht, verhandelt an der richtigen Stelle und vermeidet Widersprüche zwischen Term Sheet und definitiven Dokumenten.

1. Term Sheet

Wirtschaftliche und governance-seitige Eckpunkte

2. Beteiligungsvertrag

Investition, Liquidationspräferenz, Anti-Dilution, Garantien

3. SHA

Governance, Reserved Matters, Vesting, Drag/Tag, Information Rights

4. Closing

Notar, Einzahlung, Register, Vollzug

Vor Unterzeichnung nicht isoliert prüfen

Ein Term Sheet darf nur in Zusammenschau mit den bestehenden Dokumenten beurteilt werden. Benötigte Unterlagen:

  • Term Sheet
  • aktueller Cap Table
  • bestehende SHA
  • Satzung
  • SAFE/Wandeldarlehen
  • VSOP/ESOP
  • Side Letters
  • aktuelle Finanzierungsstruktur

Wo liegen die Interessen typischerweise auseinander?

Gründer und Investoren verfolgen bei vielen Term-Sheet-Klauseln unterschiedliche Interessen. Das ist nicht per se konfliktär - vielmehr gilt es, die jeweilige Perspektive zu verstehen und sachlich zu verhandeln. Die folgende Übersicht zeigt, wo die Interessen typischerweise auseinanderliegen und welche Verhandlungsfrage sich daraus ergibt.

Thema Gründerperspektive Investorenperspektive Verhandlungsfrage
Bewertung Pre-Money hoch, Fully Diluted konsistent Verwässerungsschutz, realistische Bewertung Auf welcher Bezugsgröße (pre-money fully diluted) beruht die Bewertung?
Optionspool Pool nach Closing tragen alle (Post-Money) Pool vor Closing (Pre-Money), Top-up Wer trägt den neuen Pool, und gibt es eine Aufstockungspflicht?
Liquidationspräferenz 1x Non-Participating Participating oder höheres Multiple Non-Participating oder Participating, mit oder ohne Cap, welches Multiple?
Anti-Dilution Broad-Based Weighted Average Full Ratchet oder enge Variante Welche Berechnungsmethode, welche Ausnahmen (Carve-outs, Pay-to-play)?
Vesting Credit für Vorleistung, weite Leaver-Definition Volles Vesting ab Closing, strenge Leaver Ab welchem Zeitpunkt vestet, welchen Credit gibt es, wie sind Leaver definiert?
Reserved Matters Enger Katalog, klare Schwellen, operative Freiheit Umfassendes Veto, keine Schwellen Welche Maßnahmen unterliegen dem Veto, mit welchen Schwellen und Mehrheiten?
Informationsrechte Praktikables Reporting, Vertraulichkeit Detailliertes, laufendes Reporting Welche Berichte in welcher Frequenz, mit welchen Einsichtsrechten?
Board Behaltene Mehrheit, klare Kompetenzgrenze Board Seat, Observer, Mitsprache Wer sitzt im Board, wer hat Observer-Rechte, wo liegt die Kompetenzgrenze zur Geschäftsführung?
Drag Hohe Schwelle, Mindestpreis, Ausnahmen Niedrige Schwelle, breite Anwendbarkeit Ab welcher Schwale greift Drag, gibt es Mindestbedingungen und Ausnahmen?
Exklusivität Kurz, klares Enddatum Lange Exklusivität ohne Druck Wie lange läuft die Exklusivität, und was passiert danach?
Kosten Begrenzte, geteilte Kosten Vollständige Kostentragung durch Gesellschaft Welche Kosten, begrenzt oder unbegrenzt, und wer trägt sie beim Abbruch?

Red Flags vor der Unterzeichnung

Diese Punkte sollten vor der Unterzeichnung besonders geprüft werden:

Bewertung ohne Fully Diluted Cap Table
Optionspool-Top-up nicht eingeordnet
SAFE/Wandeldarlehen bei Verwässerung vergessen
Participating Preference übersehen
Multiple oder Cap unklar
Full Ratchet ohne Szenarioanalyse
Founder Vesting ohne Credit
Leaver-Definition zu weit
Reserved Matters ohne Schwellenwerte
Investorenveto im Tagesgeschäft
Drag ohne Mindestbedingungen
Exklusivität ohne Enddatum
Kostenübernahme unbegrenzt
Finanzierung abhängig von offener Investor-DD ohne klare Parameter
Term Sheet enthält ungewollt verbindliche Regelungen
Term Sheet und bestehende Gesellschaftervereinbarung widersprechen sich

Was benötigen wir für eine Prüfung?

Für eine belastbare Prüfung des Term Sheets benötigen wir die zentralen Unterlagen, damit die wirtschaftliche Gesamtwirkung in Zusammenschau mit dem Cap Table und den bestehenden Verträgen beurteilt werden kann:

  • aktuelles Term Sheet
  • aktueller Cap Table
  • Satzung
  • bestehende Gesellschaftervereinbarung
  • bestehende SAFE-/Wandeldarlehen
  • VSOP-/ESOP-Pool
  • letzte Finanzierungsdokumente
  • geplante Investmenthöhe
  • gegebenenfalls Investorenkommentare

Was erhalten Sie bei einem Palmerion Term-Sheet-Check?

Je nach Scope erhalten Sie folgende Ergebnisse:

Red-Flag-Liste
wirtschaftliche und rechtliche Issue List
Kommentierung des Term Sheets
Verhandlungsprioritäten
Cap-Table-Abgleich
Mark-up des Term Sheets
Vorbereitung der Investor-Verhandlung
Übergabe in vollständige Finanzierungsrunde

Spezialisierte Begleitung von Finanzierungsrunden

Gründer- und Investorenseite
Fachliteratur zu Venture Capital und Mitarbeiterbeteiligung
Transparente Festpreise und klar definierte Scopes
Persönliche anwaltliche Verantwortung

Von der Strukturierung des Term Sheets über Due Diligence und Beteiligungsvertrag bis zu Signing und Closing.

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Palmerion prüft die wirtschaftliche und rechtliche Gesamtwirkung des Term Sheets - von Bewertung und Verwässerung über Investor Rights bis zu Vesting und Exit.

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Häufige Fragen zum Term-Sheet-Check

Ist ein Term Sheet verbindlich?

Das hängt vom konkreten Wortlaut ab. Wirtschaftliche Kernpunkte wie Bewertung oder Investmentbetrag sind bei Closing oft bindend, andere Regelungen wie die Investmentabsicht häufig non-binding. Exklusivität, Vertraulichkeit, Governing Law, Gerichtsstand, Kosten und das Ablaufdatum sind regelmäßig verbindlich. Jede Klausel muss im Einzelfall geprüft werden.

Was kostet ein Palmerion Term-Sheet-Check?

Palmerion Venture bietet die Term-Sheet-Prüfung zu transparenten Festpreisen an. Der genaue Preis hängt vom Umfang ab - reine Red-Flag-Prüfung oder vollständige Kommentierung mit Verhandlungsvorbereitung. Den Festpreis-Indikator finden Sie auf der Venture-Hauptseite.

Was benötigen wir für eine Prüfung?

Aktuelles Term Sheet, aktueller Cap Table, Satzung, bestehende Gesellschaftervereinbarung, bestehende SAFE- oder Wandeldarlehen, VSOP-/ESOP-Pool, letzte Finanzierungsdokumente, geplante Investmenthöhe und gegebenenfalls Investorenkommentare.

Prüft Palmerion nur aus Gründer- oder auch aus Investorensicht?

Beide. Die wirtschaftliche und rechtliche Gesamtwirkung des Term Sheets ist für Gründer und Investoren gleichermaßen entscheidend. Palmerion prüft neutral und zeigt Interessenunterschiede sachlich auf.

Übernimmt Palmerion nach der Prüfung die Verhandlung?

Auf Wunsch ja. Aus der Prüfung kann die Vorbereitung der Investor-Verhandlung und die Übergabe in die vollständige Finanzierungsrunden-Begleitung folgen.

Dr. Christopher Hahn, LL.M. (King's College London)

Autor und fachlich verantwortlich

Dr. Christopher Hahn, LL.M. (King's College London)

Rechtsanwalt, Unternehmer und Autor · Partner bei trustberg Rechtsanwälte

Dr. Christopher Hahn berät zu Venture Capital, Finanzierungsrunden, Beteiligungsstrukturen und Mitarbeiterbeteiligung. Bei Palmerion begleitet er die strategische Einordnung von Venture-Themen.

Profil bei trustberg Rechtsanwälte

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